Auf dem 2. Tag der IPC war ein Saal für den “Agile Day” reserviert. Hier habe ich auch meinen ersten Track gehört: “Stolpersteine agiler Methoden” von Sebastian Bauer und Dominik Jungowski. Der Talk war so aufgebaut, dass es zu den einzelnen Themengebieten nur ein Slide mit dem Thema gab und jeweils schnell die Diskussion mit dem Publikum stattgefunden hat. Ich fand, dass das auch ganz gut funktioniert hat. Ich habe Einiges mitgenommen nicht nur für mein nächstes Scrum-Projekt. (Slides)
Das nächste Thema (einen webinale-Track) habe ich eher aus privatem Interesse ausgewählt: “Papa, darf ich bisschen iPad spielen…?” von Benno Bartels. Da ich mit meinem Sohn auch in einem (oder mehreren) Interessenkonflikt(en) bzgl. der iPad-Nutzung stehe. In diesem Talk ging es eigentlich um die Abgrenzung von Usability für Kinder und Erwachsene. Es war aber gut zu sehen, dass andere Väter im Grunde mit den gleichen “Problemen” bei dem Thema Medienkonsum zu kämpfen haben. Am Stand des Speakers gab es zudem noch sehr guten Kaffee von einer Star-Barrista zubereitet. (Slides)
Als letzen Track vor dem Mittag gab es die Keynote “Technologies Beyond the Hype – Schein und Wirklichkeit der Mobilen Trends”. Diese war zwar nicht uninteressant, ich hatte aber meine Bullshit-Bingo-Karte relativ schnell voll ;-)
Nach dem Mittag zog es mich dann wieder in den Agile-Salon. Dort gab es Dominik Jungowski mit “The five Dysfunctions of a Team” zu hören. Ich habe aus dem Talk einiges mitgenommen, um die Produktivität eines Teams zu erhöhen. Allerdings lohnt es sich, glaube ich, zur Vertiefung auch das Buch gleichen Titels von Patrick Lencioni zu lesen. (Slides)
Auf Grund eines Tipps habe ich danach kurzfristig auf die webinale-Session “User Performance im Browser messen und verstehen” von Alois Reitbauer umgeschwenkt. Dies war ein sehr interessanter Talk, der mit Sicherheit auf mein aktuelles Projekt ausstrahlt. Dort ging es um Performance-Messungen, die im Browser des Endkunden getätigt und auf einem Server aggregiert werden. Dabei werden die von der W3C-Web-Performance-Group (http://www.w3.org/2010/webperf/) festgelegten und in fast allen modernen Browsern implementierten window-Methoden verwendet. (Slides)
Als Symfony-2-Fanboy konnte ich mir natürlich den Talk von Matthew Weier O’Phinney (dem Team-Lead des Zend-Frameworks) “Quick Start for Zend Framework 2″ nicht entgehen lassen. Die Entwicklung ist schon sehr weit voran geschritten und die finale Version soll “zum Ende des Sommers” erscheinen. Es macht alles ein sehr ausgereiften Eindruck und ich war positiv überrascht, welchen Fortschritt das Framework gemacht hat, seit ich das letzte mal hin geschaut habe. Allerdings werde ich trotzdem Symfony 2 vorziehen, wenn ich die Wahl habe. Das Arbeiten mit ZF2 dürfte aber trotzdem Spaß machen.
Im letzten Slot habe ich dann keinen Talk gesehen, da wir uns am Mayflower-Stand festgequatscht haben. Aber wahrscheinlich war das eh die bessere Wahl, da dort auch eine gute Diskussion in Gang kam.
Einige Bier und Kurzfilme im Café Moskva später geht es nun in die Kiste, um morgen wieder interessante Infos aufzusaugen und ggf. Kontakte zu knüpfen.

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Ein Kommentar
Schöner Artikel, vielen Dank Jörg! Und gute Idee, gleich die Slides zu verlinken!